Wunderwelt Auwald

Aus Stefan.Allerstorfer.at

Stockerauer Au mit Gießgang
Königslibelle
Eisvogel
Schwanenblume
Moorfrosch
Blutweiderich

20 bis 60 Kilometer donauaufwärts von Wien wird die Landschaft von einer der letzten großen zusammenhängenden Auen Mitteleuropas geprägt. Die Stockerauer Au ist über 10.000 Hektar groß und wird von einem sogenannten Gießgang bewässert.

Dieser Gießgang ist ein künstlich geschaffener Fluß, der im Zusammenhang mit der Errichtung des Donaukraftwerkes Greifenstein (an dem die EVN mit 12,5 Prozent bzw. Mit 36,6 Megawatt beteiligt ist) im Jahr 1984 fertiggestellt wurde und seitdem die damals vertrockneten Augebiete wieder ausreichend bewässert. Wo vorher jahrzehntelang ausgetrocknete Gräben waren, sind nun durch das Bewässerungssystem Gießgang viele neue Wasserlebensräume wie Feuchtwiesen, Teiche, Weiher, Still-, Seicht- und Fließgewässer entstanden.

Regelmäßige Überflutungen, hohe Wasserspiegelschwankungen und der gehobene Grundwasserspiegel haben in der Au eine üppige Vegetation hervorgebracht. Durch das häufige Einströmen von Donauhochwasser in die Au sind Donaufische in die Augewässer zugewandert und dort heimisch geworden.

Fachleute der Universität für Bodenkultur haben festgestellt, daß heute 41 Fischarten im Gießgang leben, darunter sogar 15, die in der "Roten Liste" der gefährdeten Tiere Österreichs aufscheinen. So findet man in der Stockerauer Au die gefährdeten Friedfische Bitterling, Steinbeißer, Zobel, die barschartigen Streber, Schrätzer, und Zingel sowie die Raubfische Aalrutte, Schied, Hecht und Wels.

Gründe für den Reichtum an Fischarten sind unterschiedliche Fließgeschwindigkeiten und Waasertiefen im Gießgang. Zahlreiche neu entstandene Schotterbänke sind beliebte Laichplätze. Beim letzten Durchlaß des Gießgangs wurde eine Fischaufstiegshilfe mit acht kleinen Becken errichtet. Die Fische können unabhängig vom Donauwasserstand leicht in den Gießgang ein- und ungehindert auch wieder zurückwandern.

Der fischreiche Gießgang hat zahlreiche Vogelarten angelockt. Von den rund 370 in Österreich vorkommenden Vogelarten sind 191 in der Stockerauer Au anzutreffen, darunter 70 aus der erwähnten "Roten Liste". Dazu gehören unter anderem Eisvogel, Traunseerschwalbe, Kornweihe, Kormoran, Silber- und Graureiher, Roter und Schwarzer Milan, Weißstorch, Seeadler und Fischadler. Im Winter schließlich ist der stellenweise eisfreie Gießgang ein besonderer Anziehungspunkt für Wildtiere wie Fuchs, Hase, Marder, Wildschwein, Reh und Hirsch.

Laufende Prüfungen der NÖ Umweltschutzanstalt zeigen, daß die Wassergüte im Gießgang ständig zunimmt und der Sauerstoffgehalt angestiegen ist. Durch die laufende Zufuhr von in Schotter gefiltertem Donauwasser hat sich die ursprüngliche Gewässergüteklasse III-IV (IV ist biologisch totes Wasser) auf durchgehend II verbessert. Das nunmehr einwandfreie Grundwasser weist heute Trinkwasserqualität auf.

Durch die Hebung des Wasserspiegels sind Feuchtbiotope mit üppiger Vegetation entstanden. Neben Sumpfwolfsmilch und Sommerknotenblumen gedeihen vereinzelt auch die Sibirische Schwertlilie und die Natterzunge. Großblütiges Springkraut entfaltet sich neben dem giftigen, bittersüßen Nachtschatten und der Ufersumpfkresse. Im ruhigen Wasser wachsen schmalblättrige Rohrkolben, Wasserschwertlilien und Schilf. Hier kann man im Frühjahr Moorfrösche, Erdkröten, Lurche und seltene Laubfrösche beobachten.

"Wunderwelt Auwald" auf DVD und VHS

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Der Wiener Stefan Allerstorfer hat das Ökosystem Auwald fast zwei Jahre filmisch dokumentiert, wobei besonders die Tieraufnahmen beeindrucken. Aus diesem Material entstand ein rund 30 Minuten langer wissenschaftlicher Dokumentarfilm mit dem Titel "Wunderwelt Auwald". Er ist laut Unterrichtsministerium zur Vorführung in Schulen geeignet.

Den Film "Wunderwelt Auwald" erhalten Sie bei:

Ing. Stefan Allerstorfer
Tel: +43 (0) 664 43 83 488, Fax: +43 (1) 923 1687
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